Lorenz Baibl im Stadtarchiv Regensburg

Das Stadtarchiv und die digitalisierung

DAS GEDÄCHTNIS DER STADT

Im Regensburger Stadtarchiv hat man mitunter ein Date mit Napoleon – dessen Brief an Karl Theodor von Dalberg aus dem Jahr 1809 liegt gut erhalten in den Akten. Das Stadtarchiv ist das Gedächtnis der Stadt, und dieses Gedächtnis ist derzeit noch überwiegend analog. Viele der Archivalien liegen in Kisten sortiert in Schränken, es gibt weitere Außenstellen mit Archivgut und wenn man sich was angucken will, muss man hin. Zumindest, wenn es sich nicht grade um ein paar der Schmuckstücke der Regensburger Geschichte handelt wie zum Beispiel die Briefe, die der Reformator Martin Luther an den Rat der Stadt Regensburg geschrieben hat, als dieser sich für den Protestantismus entschied und dringend einen evangelischen Pfarrer brauchte. Sollte man vielleicht auch nicht mehr anfassen, diese Briefe, muss man aber auch nicht: Sie liegen in der Bayerischen Archivdatenbank bavarikon zur Ansicht. Digital. Davon kann das Wald- und Wiesenarchivgut im Stadtarchiv derzeit noch träumen, aber immerhin: Es bewegt sich was. Findmittelbücher werden digitalisiert und zu Metadaten gemacht, Archivalien werden eingescannt und eine Präsentationsplattform ist in Arbeit. Wir haben uns mit Lorenz Baibl, Leiter des Amts für Archiv- und Denkmalpflege und damit Stadtarchivar, über sein Archiv und die Digitalisierung unterhalten und durften ein bisschen Archivluft schnuppern.

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